Kostenvoranschlag nach Unfall oder Kfz Gutachten?
Nach einem Verkehrsunfall wird häufig zuerst ein Kostenvoranschlag durch eine Werkstatt erstellt. Viele Geschädigte gehen davon aus, dass dieser für die Schadenregulierung ausreichend ist. In der Praxis führt ein reiner Kostenvoranschlag jedoch oft zu finanziellen Nachteilen. Ein Kostenvoranschlag erfasst in der Regel lediglich sichtbare Reparaturkosten. Ein vollständiges Kfz Gutachten berücksichtigt hingegen sämtliche schadenrelevanten Faktoren und dient als rechtssichere Grundlage gegenüber der gegnerischen Versicherung.
Was ein Kostenvoranschlag nicht abbildet
Ein Werkstattkostenvoranschlag beinhaltet meist:
* Arbeitslohn
* Ersatzteile
* Lackierung
Nicht berücksichtigt werden in vielen Fällen:
* merkantile Wertminderung
* Nutzungsausfall
* Wiederbeschaffungswert
* Restwert
* Reparaturdauer
* Reparaturweg nach Herstellervorgaben
* Beweissicherung
* verdeckte Schäden
* technische Plausibilität
Gerade bei modernen Fahrzeugen mit Assistenzsystemen, Sensorik oder komplexer Karosseriestruktur können Schäden über den sichtbaren Bereich hinausgehen.
Wann ein Kfz Gutachten sinnvoll ist
Ein unabhängiges Schadengutachten empfiehlt sich insbesondere bei:
* Haftpflichtschäden
* unklarer Schadenhöhe
* möglichen verdeckten Schäden
* Leasingfahrzeugen
* finanzierten Fahrzeugen
* hochwertigen Fahrzeugen
* strukturellen Schäden
Ein Kfz Gutachten dient nicht nur der Kostenermittlung, sondern auch der vollständigen Schadenfeststellung.
Vorteile eines unabhängigen Gutachtens
Ein Kfz Gutachten durch einen zertifizierten Sachverständigen enthält unter anderem:
* vollständige Schadenkalkulation
* Wertminderungsermittlung
* Nutzungsausfallberechnung
* Wiederbeschaffungswert
* Restwert
* Reparaturweg
* Fotodokumentation
* technische Bewertung
* rechtssichere Dokumentation
Dies ermöglicht eine vollständige Regulierung des Schadens.